die Evangelien - b'ssorot - בסורות neu verstehen lernen

Was stellen die Evangelien überhaupt dar?

sind sie eine Art Lebenslauf von Jesus?

Hier können Sie die 4 Evangelien kapitelweise abrufen.

Die Texte sind in Anlehnung an die chronologischen Evangelien von Michael Rood konzipiert. Dazu sollten sie die chronologischen Evangelien, die der Reihe nach in "Ereignissen" nummeriert und aufgeteilt sind, sich herunterladen.

Sie können die Evangelien in meiner deutschen Übersetzung als auch in der hebräischen Übersetzung von Isaac Salkinson fertig downladen.

In meiner deutschen Übersetzung unternehme ich den Versuch so weit wie möglich zum ursprünglich hebräisch-jüdischen Kontext zu gelangen, weg von der griechischen und lateinischen Übersetzung, weil nur mit den hebräisch-jüdischen Bezeichnungen und Konzepten die originalen Bedeutungen deutlich und verständlich werden. Die Namen als auch die geografischen Orte werden in ihrem hebräischen Original benutzt:

z. B. Jeschua (= Jesus), Schim'on Kefa (= Simon Petrus), Kfar Nachum (= Kapernaum) usw. Daneben werden in beiden Texten - den chronologischen Evangelien, als auch in der deutschen Bearbeitung der 4 Evangelien Kommentare eingebaut, um die Texte, deren Inhalte zu erklären. Die Kommentare werden ständig weiter ausgebaut... 

die Evangelien stellen keine Biografie, also keinen Lebenslauf Jeschuas dar, sondern erzählen hauptsächlich von seinem

öffentlichen Dienst, den er unter seinem Volk Israel verrichtete.

Dieser öffentliche Dienst betrug etwa 1 Jahr. In diesem Dienst wollte Jeschua selber unter Beweis stellen, dass er der Messias Israels ist. Dabei jedoch vermied er es, diese Tatsache öffentlich auszusprechen. Stattdessen appellierte er an den Glauben - אמונה Emuna (= Vertrauen!!) jeder einzelnen Person.

Der Beweis dafür, dass er der Maschiach ist, durfte allein die Schrift des Tana'ch und seine Werkstaten sowie seine Lehren dazu darstellen.

Der besondere Fokus der b'ssorot - בסורות (= "wohltuende Kunde"), vom hebräischen Wort בשר - bassar (= "Fleisch") liegt auf der letzten Woche Jeschuas, die wir "Passionswoche" nennen. Also sein Aufstieg - עליה allia nach Jeruschalajim, verbunden mit seinem Tod und seiner Auferstehung, welche exakt in die biblischen Festlichkeiten nach der Tora eingebunden sind. Allein diese Kulminierung seines Dienstes nimmt etwa ein Drittel des Textes der Evangelien ein.

Hierin liegt das ganze Gewicht des Dienstes Jeschuas.

Um so wichtiger ist es, hier den genauen und richtigen Zeitablauf der Geschehnisse im Blick zu haben!!! Leider wird bis heute, sowohl von jüdisch-messianischer Seite, und allgemeiner jüdischer Sicht, aber natürlich auch christlich-kirchlichem Konzept, diese Passionswoche vollkommen verkehrt interpretiert und somit der Zeitablauf nicht richtig verstanden. Doch dazu wird es später dann noch einen detaillierten Beitrag geben.

 

Die Schreiber der Evangelien waren Juden, die ganz in der jüdisch-israelischen Gesellschaft lebten, und hebräisch sprachen. Ebenso auch Jeschua.

Ihr Anliegen war es, indem sie alle Berichte von diesem Dienst sammelten, damit unter Beweis zu stellen, dass in Jeschua der lang ersehnte Maschiach - Messias erschienen ist. Damit werden jüdisch-hebräische Hintergründe und grundsätzliche Glaubenskonzepte, die jedem Juden in der Regel bekannt waren und sind, nicht näher erklärt.

D. h. die Leser dieser Berichte, die im Laufe der Geschichte dann zu uns als "christlich" über eine griechisch-lateinische Übersetzung in die westliche Welt kamen, müssen nun neu lernen, sich in das jüdisch-hebräische Denken hineinzuversetzen, weg von christlich-heidnischen Traditionen.

Dies ist das Ziel dieser meiner Ausarbeitungen, dass Juden wie Nicht-Juden Jeschua als Maschiach Israels besser verstehen mögen.