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Hier ein Beispiel zu den 4 Evangelien und ihrem Zeitablauf:

die wirkliche Geburt des Maschiach

Lukas 2, 4 - 20:

Ereignis <15>                                                                                                                                                                 3-2 v. u. Ztr.

Josef und Mirjam gehen nach Jerusalem hinauf zum Sukkotfest Lk. 2, 4-6;

4 Weil Josef aus dem Haus und Geschlecht Davids war, verließ er die Ortschaft Nezaret - נְצָרֶת (Nazareth) im Galil und ging hinauf nach Bejt-Lechem -בֵּית-לָחֶם  (Bethlehem, „Haus des Brotes“),  in die Stadt Davids in Jehuda (= Judäa), um sich für den Zensus zu registrieren.

5 Er nahm mit sich seine ihm angetraute Frau, Mirjam, die hochschwanger war. 

6 Also geschah es, dass während sie dort waren, sich die Tage für ihr Kind erfüllten, dass es geboren werden sollte.

Ereignis <16>         Sukkot – 15. Tag des 7. Monats = Donnerstag, der 26.  September, 3 v. u. Ztr.                 das Wort, welches Fleisch wurde und unter uns „Hütte“ nahm Lk. 2, 7-20: vgl. Jh. 1, 14;

Jeschua ist in einer Sukka = Hütte geboren worden, am hohen Schabbat des Sukkotfestes

7 Weil in der Herberge der Ortschaft kein Platz für sie war, deswegen gebar Mirjam ihren erstgeborenen Sohn in einer Sukka סֻכָּה (= Hütte)[i]. Sie wickelte ihn in Windeln[ii] und legte ihn daselbst hin.

Besuch der Hirten

8 Es waren Hirten[1] in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. 

9 Da trat ein 'mal’ach des Ewigen' - מַלְאַךְ יְהוָֹה (Bote, Engel des Herrn) zu ihnen, und die Herrlichkeit des Ewigen - יְהוָֹה umleuchtete sie, was ihnen Furcht und Schrecken einflößte. 

10 Der mal’ach sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Hört mich an! Denn ich verkündige euch große Freude, die das ganze Volk betrifft. 

11 Euch ist heute in der Stadt Davids ein Retter - מוֹשִׁיעַ moschia geboren, der der Maschiach (= Christus) ist.

12 Dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet das Baby in Tüchern eingewickelt und in einer Sukka - סֻכָּה liegend finden!“ 

13 Plötzlich erschien bei dem mal’ach (Engel) eine Schar von himmlischen Heeren, die den Ewigen - יְהוָֹה lobten, indem sie sangen: 

14 „Herrlichkeit -כָּבוֹד  kawod sei dem Ewigen – יְהוָֹה in Himmelshöhen - מָּרוֹם (baMarom), und auf Erden Schalom und göttliches Wohlgefallen - רָצוֹן razon den Menschen!

15  Nachdem die mal’achim (Engel) von ihnen hinweg in den Himmel aufgefahren waren, da sprachen die Hirten zueinander: „Lasst uns jetzt nach Bejt-Lechem gehen und diese Sache beschauen, die der Allmächtige uns hat kund werden lassen.“

16  Sogleich gingen sie los und fanden Mirjam und Josef mit dem Baby, welches in Tüchern gewindelt in einer Sukka - סֻכָּה liegend war.

17 Nachdem sie [das Zeichen] bezeugt hatten, verkündeten sie all das, was zu ihnen [durch die Engel] über dieses Baby geredet worden war. 

18 All jene, die es hörten, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten erzählten. 

19 Mirjam indes bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen. 

20  Danach kehrten die Hirten von der Sukka - סֻכָּה zurück, priesen und lobten den Ewigen - יְהוָֹה über alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt worden war. 

 

Erklärungen:

[i] Lk. 2, 7: Vor allem, weil die besonderen Details zum Sukkotfest (Laubhüttenfest) fremd und unbekannt für die westliche Kultur sind, darum wurden Worte wie ‚Krippe‘ und ‚Tierstall‘ bis hin zu einem ‚Futtertrog‘ für Vieh und Schweine erfinderisch hinein interpretiert.

Während des Sukkotfestes sind alle Männlichen ab dem 13. Lebensjahr dazu angehalten eine Sukka aufzubauen und darin als zeitliche Unterkunft zu leben, und das eine ganze Woche lang (hebr.‚Sukka‘ = Hütte, gr. ‚phatne‘ oder ‚skene‘). Die Geburt Jeschuas fand am ersten Tag des Festes statt. Mirjam als schwangere Frau war jedoch nicht dazu verpflichtet in einer Sukka während des Festes zu leben. Doch weil die Herberge in Bejt-Lechem belegt war, deswegen gebar sie ihren erstgeborenen Sohn in einer Sukka: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte, bzw.‚ nahm ‚Sukka‘= Hütte unter uns‘.“ (Jh. 1, 14). Das war eine sofortige Erfüllung zu diesem Fest.

1. Mo. 33, 17 berichtet uns auch, dass Ja’akov eine temporäre Unterkunft für seine Herden errichtete, weshalb er den Ort ‚Sukkot‘ = Hütten nannte.

[ii]Lk. 2, 7: Das Baby eines Königs, das der potentielle Erbe für den Thron ist,  wurde direkt nach der Geburt gesalzen und dann eingewickelt. Diese Zeremonie galt als Weihung für das Kind und in Anerkennung der Verantwortlichkeit der Eltern, das Kind so aufzuziehen, dass es lernt auf geradem Weg zu wandeln (Hes. 16, 4). Sofort nach seiner Geburt wurde das Baby Jeschua mit gesalzenem Wasser gewaschen und dann in Stofftüchern eingebunden. Die Eltern beteten über das Kind mit einer kurzen zeremoniellen Danksagung und Weihung und mit Versprechungen, das Kind auf geradem Weg aufzuziehen. Die Stofftücher wurden von den Gewändern solcher Priester gefertigt, die sich nicht mehr im Dienst befanden. Diese Stoffe aus den Priestergewändern dienten für zweierlei Dinge: Als Dochte für die Leuchten der Menora im Tempel und zum Wickeln für Königssöhne. Es besteht wenig Zweifel, dass Elischeva, die Frau des Kohen Sechar'jas (Zacharias), diese Gelegenheit benutzt haben würde, um die Wickeltücher (Windeln) für diese Situation zu besorgen.

[1] Lk. 2, 8: Bei diesen Hirten handelte es sich nicht um gewöhnliche Hirten. Diese Hirten, so erzählt uns der Talmud im Traktat…, waren die Hirten, die für die Aufzucht der alljährlichen Pessachlämmer verantwortlich waren. Sie erhielten ein besonderes Ausbildungsprogramm, damit der Bedarf für die Lämmer zum alljährlichen Pessachfest erfüllt werden konnte: sie mussten männlich, 1-jährig und ohne körperlichen Fehl sein. Josephus Flavius erzählt uns, dass zw. 200.000 bis 300.000 solcher Lämmer benötigt wurden, was auf eine jährliche Pilgerschaft zwischen 2-3 Millionen Juden schließen lässt. Diese Hirten wurden für diese Arbeit gut honoriert und bezogen ihren Lohn aus dem Tempelschatz. Das Gebiet ihrer Weidefläche lag um ‚Migdal-haEder‘herum (= „Turm der Herden“) bei Bejt-Lechem.

 

 

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Im messianischen Königreich, das Jeschua als malchut-haSchamajim = Königreich des Himmels umschreibt, und welches etwa 1000 Jahre nach Offb. 20,3 andauern wird, werden auch die Gebote der Tora weltweit eingehalten werden. So sagt Sech. 14, 16-19 aus, dass in jener Zeit alle Völker zum Sukkotfest nach Jerusalem kommen werden. Alle nationen werden das Geburtstagfest vom König-Messias - melech-maschiach feiern!